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Interdisziplinärer Workflow für die Prostatakarzinom-Diagnostik mit strukturierter MRT-Befundung, MRT-/Ultraschall-Fusionsbiopsie, Pathologieintegration und longitudinalem Patientenmanagement in mint Lesion.

Im Zentrum der Erkenntnis: Ein strukturierter, datengetriebener Ansatz für die interdisziplinäre Prostatakarzinom-Diagnostik

Digitale Integration für interdisziplinäre Teams

Im komplexen Prozess der Prostatakarzinom-Diagnostik trägt jede Fachdisziplin entscheidende Informationen zu einer fundierten klinischen Entscheidung bei. Gleichzeitig stellt die fragmentierte Verfügbarkeit von Daten über Abteilungsgrenzen hinweg viele klinische Teams vor Herausforderungen.

mint Lesion fungiert als digitale Infrastruktur, die Radiologie, Urologie und Pathologie miteinander verbindet. Durch die Zentralisierung von Daten und die Standardisierung von Befundungs- und Dokumentationsprozessen – von der initialen Bildgebung bis zur klinischen Diagnose – unterstützt die Plattform einen strukturierten, datenbasierten Informationsfluss über den gesamten diagnostischen Pfad hinweg.

Workflow-Integration und FHIR-Konnektivität

Effiziente klinische Prozesse hängen maßgeblich davon ab, wie Informationen zwischen den beteiligten Fachdisziplinen ausgetauscht werden. In vielen Einrichtungen werden Befunde jedoch weiterhin in voneinander getrennten Systemen dokumentiert. Urolog:innen erhalten häufig statische Textbefunde ohne räumliche Informationen, während pathologische Ergebnisse in separaten Dokumenten vorliegen. Die Zuordnung histologischer Befunde zu den ursprünglich radiologisch identifizierten Läsionen erfolgt dadurch oftmals manuell.

mint Lesion stellt die digitale Infrastruktur bereit, um diese Informationsinseln miteinander zu verbinden. Die Plattform dient als zentraler Knotenpunkt für radiologische Daten und unterstützt einen durchgängigen Workflow von der Bildgebung bis zur Diagnose.

Auf technischer Ebene unterstützt die Software die Interoperabilität mit FHIR-Servern durch den Austausch von FHIR Observations und Diagnostic Reports. Durch die Umsetzung des gemeinsam mit der Medizininformatik-Initiative (MII) entwickelten Implementierungsleitfadens unterstützt mint Lesion eine standardisierte Datenkommunikation. Klinische Parameter sowie Befunde – einschließlich PI-RADS-Bewertungen und Volumenmessungen – können als strukturierte Daten in die elektronische Patientenakte zurückgeführt werden.

Standardisierung des radiologischen Diagnoseprozesses

Der durchgängige Workflow beginnt mit der standardisierten Auswertung multiparametrischer MRT-Untersuchungen. Über eine geführte Benutzeroberfläche können Radiolog:innen die periphere und Übergangszone anhand von T2w-, DWI/ADC- und DCE-Sequenzen bewerten und ihre Befunde gemäß PI-RADS v2.1 dokumentieren.

mint Lesion integriert Ergebnisse von KI-Lösungen verschiedener Drittanbieter für Prostatasegmentierung, Volumenbestimmung und Läsionsdetektion. Die Plattform importiert und visualisiert 3D-Segmentierungen von Prostata und Läsionen, die bei Bedarf überprüft und angepasst werden können. Darüber hinaus werden Befunde automatisch auf das standardisierte Prostata-Schema übertragen, wodurch zeitaufwändige manuelle Markierungen reduziert werden können.

Zusätzlich ermöglicht die Integration des PI-QUAL-v2-Scores die Dokumentation der diagnostischen Bildqualität und schafft damit Transparenz hinsichtlich der Qualität der zugrunde liegenden MRT-Untersuchung.

Die Verbindung zwischen Radiologie und Urologie

Eine der größten Herausforderungen in der Prostatadiagnostik ist die Übertragung der in der MRT identifizierten Zielläsionen in den Biopsieprozess.

Mit mint Lesion können Radiolog:innen MRT-/Ultraschall-Fusionsbiopsien unterstützen, indem segmentierte Läsionen als DICOM RT-STRUCT oder DICOM Segmentation Objects exportiert werden. Dadurch stehen Urolog:innen präzise räumliche Informationen zur Verfügung, die direkt in kompatible Biopsiesysteme übernommen werden können.

Dieser digitale Informationsübergang ersetzt manuelle Skizzen oder verbale Beschreibungen durch standardisierte räumliche Daten. So können die im Rahmen der radiologischen Auswertung identifizierten Zielregionen konsistent in den Biopsieprozess überführt und die Verbindung zwischen Bildgebung und Gewebeentnahme unterstützt werden. 

Eine aus mint Lesion exportierte Läsionskontur, dargestellt in der BiopSee®-Software.
Nahtloser digitaler Informationsübergang: Eine aus mint Lesion exportierte Läsionskontur, dargestellt in der BiopSee®-Software von MedCom zur Unterstützung einer zielgerichteten Biopsieplanung.

Schließen des diagnostischen Kreislaufs: Eine gemeinsame klinische Sicht

mint Lesion unterstützt die Zusammenführung radiologischer, urologischer und pathologischer Informationen in einer gemeinsamen Patientenhistorie. Dadurch können histologische Ergebnisse direkt mit den ursprünglichen radiologischen Befunden in Beziehung gesetzt werden.

Dieser koordinierte Ansatz stellt dem interdisziplinären Team eine konsolidierte Sicht auf den diagnostischen Verlauf zur Verfügung und unterstützt fundierte klinische Entscheidungen ohne manuelle Datenzusammenführung.

Dr. Jan Rabe vom Städtischen Klinikum Karlsruhe beschreibt den Nutzen dieses Ansatzes wie folgt:

„Ich freue mich auf die gemeinsam erarbeitete Lösung, da wir hiermit die mehrstufige Prostatadiagnostik interdisziplinär unter Beteiligung von Labor, Radiologie, Urologie und Pathologie in einer Software abbilden können. Die beteiligten Abteilungen können in mint Lesion zu jedem Zeitpunkt der Abklärung auf die Daten der Vordiagnostik zurückgreifen. Das erleichtert das interdisziplinäre Verständnis, die Interpretation der Ergebnisse und erspart das Zusammensuchen der Daten aus unterschiedlichen Quellen.“ Dr. Jan Rabe, Städtisches Klinikum Karlsruhe 

Langfristige Betreuung und Active Surveillance

Mit dem Übergang in die langfristige Nachsorge verändert sich die Rolle der Radiologie von der initialen Detektion hin zur longitudinalen Verlaufskontrolle.

mint Lesion unterstützt die MRT-basierte Active Surveillance durch die strukturierte Nachverfolgung von Prostatabefunden über mehrere Untersuchungszeitpunkte hinweg. Frühere Befunde können mit aktuellen Untersuchungen verglichen werden, wodurch Veränderungen im zeitlichen Verlauf nachvollziehbar dokumentiert werden können.

Diese Kontinuität unterstützt evidenzbasierte Entscheidungen im Rahmen der Patientenbetreuung und Active-Surveillance-Programme.

mint Lesion: end-to-end Ansatz in der Prostatadiagnostik
mint Lesion unterstützt die Zusammenführung radiologischer, urologischer und pathologischer Befunde in einer gemeinsamen Patientenhistorie.

Unterstützung bei fortgeschrittener Erkrankung 

Der End-to-End-Ansatz von mint Lesion endet nicht bei der Primärdiagnostik. Auch bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom stehen spezialisierte Werkzeuge zur Verfügung.

Für Patienten mit Verdacht auf ossäre Metastasierung bietet mint Lesion KI-gestützte Funktionen zur Quantifizierung der Tumorlast in Ganzkörper-MRT-Untersuchungen.

Die manuelle Segmentierung von Knochenmetastasen ist häufig zeitaufwendig und kann pro Untersuchung mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen¹. Ohne automatisierte Unterstützung erfolgt die Bewertung daher oft überwiegend qualitativ.

Die in mint Lesion integrierten KI-gestützten Workflows unterstützen die automatisierte Berechnung der Tumorlast und ermöglichen strukturierte Auswertungen einschließlich Vor- und Nachtherapieanalysen sowie standardisierter Berichte innerhalb eines klinisch nutzbaren Zeitrahmens¹. Die generierten Daten können Tumorboards bei der Bewertung des Therapieansprechens unterstützen.

Durch die Zusammenführung verschiedener diagnostischer Schritte in einer gemeinsamen digitalen Umgebung unterstützt mint Lesion einen durchgängigen Informationsfluss entlang des gesamten diagnostischen Pfades.

Radiologische, urologische und pathologische Erkenntnisse bleiben als Teil einer gemeinsamen Patientenhistorie verfügbar und nachvollziehbar. So entsteht eine konsistente Datengrundlage – von der ersten Bildgebung bis zur Therapieplanung.

Positionieren Sie Ihre Expertise im Zentrum eines vernetzten, datenbasierten Workflows. Vereinbaren Sie eine persönliche Demo und erfahren Sie, wie mint Lesion die Zusammenarbeit entlang des gesamten Prostatakarzinom-Pfads unterstützen kann. 

Persönliche Demo anfragen.

 

1Candito, A., Blackledge, M. D., Holbrey, R. Et al. AI-driven software for automated quantification of skeletal metastases and treatment response evaluation using whole-body diffusion-weighted MRI (WB-DWI) in advanced prostate cancer, Phys. Med. Biol. (2025). https://doi.org/10.1088/1361-6560/ae19c5

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