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Pankreas-Staging in der klinischen Routine an der Universitätsklinik Innsbruck - Interview mit PD Dr. Widmann

Die Universitätsklinik Innsbruck nutzt seit Mitte 2015 mint Lesion™ mit dem initialen Fokus auf klinische Studien zur Sicherstellung der Konformität der in der Studiencharta definierten Leitlinien gerade in Bezug auf die verlangten Kriterien wie RECIST 1.1. Durch die Weiterentwicklung der Befundungstemplates in der Software, die sich nun auch auf Fragestellungen in der klinischen Routine fokussieren, werden nun für ausgewählte Fälle Mint-Befunde für Krebspatienten im alltäglichen Betrieb erstellt, wie z.B. für die Beurteilung der Resezierbarkeit beim Pankreaskrebs.

Mit Herrn PD Dr. Gerlig Widmann haben wir zu diesem Anwendungsbereich gesprochen.

Welche besonderen Anforderungen sind bei der Beurteilung der Resezierbarkeit beim Pankreaskrebs an die Radiologie gestellt?

Pankreaschirurgen benötigen detaillierte Informationen, um entscheiden zu können, ob der Pankreaskrebs resektabel, borderline resektabel oder nicht resektabel ist. Besondere Anforderungen an die Radiologie sind, klare Aussagen zu etablierten Resektionskriteren zu treffen, wie Tumorlokalisation, Größe, Umgebungsinfiltration, Tumorkontakt zu arteriellen und portalvenösen Gefäßen und/oder Mesenterialvenen, und auf anatomische Gefäßvarianten aufmerksam zu machen. Zudem gilt es, etwaige Lymphknotenmetastasen zu beschreiben sowie Lebermetastasen und andere Fernmetastasen mit hoher Sicherheit auszuschließen.

Wie hilft mint Lesion™, diesen Anforderungen gerecht zu werden?

Durch das strukturierte Abarbeiten von TNM-Kriterien und chirurgisch relevanten Befunden hilft mint Lesion™, diesen Anforderungen standardisiert gerecht zu werden. Befunddemonstrationen in interdisziplinären Tumorboards werden durch die Dokumentierung erleichtert.

Wie reagieren die Zuweiser auf die angepasste Befundkommunikation?

Die Zuweiser erhalten einen konzisen und umfassenden bildgebenden Tumorstatus ihrer PatientInnen, der auch die entscheidenden Resektionskriterien beinhaltet. Therapieentscheidungen lassen sich in der strukturierten Form besser dokumentieren und die Daten für Tumorregister und wissenschaftliche Zwecke weiterverwenden.

Wie ist diese Entwicklung aus Patientensicht zu bewerten?

Patienten können durch strukturierte Befunde besser über ihr Krankheitsstadium informiert werden und darauf aufbauende Therapieempfehlungen leichter nachvollziehen.

 

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