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LMU Klinikum München: Überwachung von Prostatakrebsbehandlungen mit VTP und HIFU - Einsatz von multiparametrischer MRT

Die prospektive Studie des LMU Klinikums München untersucht die Behandlung von lokalem Prostatakrebs mit zwei Techniken: der vaskulären photodynamischen Therapie (VTP) und dem hochintensiven fokussierten Ultraschall (HIFU).

Das Ziel der Studie ist es, mithilfe der multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT) die anatomischen und funktionellen Veränderungen der Prostata und des Tumors nach der Behandlung zu verfolgen und mögliche Tumorrezidive zu erkennen.

Die Studie untersucht die Veränderungen in mpMRT-Scans nach fokalen Therapien (FT), spezifisch mit VTP und HIFU, um das Tumoransprechen und Prostataveränderungen zu überwachen. mpMRT ist ein wertvolles Instrument zur nicht-invasiven Überwachung, auch wenn die Standardisierung der Ergebnisse eine Herausforderung darstellt.

Für die Studie wurden zwischen Dezember 2020 und September 2021 zehn Patienten mit lokalem Prostatakrebs (Pca) entweder mit VTP (70%) oder HIFU (30%) behandelt und mithilfe von mpMRT-Scans in mehreren Intervallen (7 Tage und 3, 6, 9 und 12 Monate nach der Behandlung) nachuntersucht. Die Patienten waren durchschnittlich 66,6 Jahre alt (Altersspanne: 58-80).

Die Forscher:innen analysierten Veränderungen im Prostatavolumen (PGV) und Tumorvolumen (TV) sowie die Signalintensitäten in der Prostata und den Tumorbereichen mithilfe der Software mint Lesion™:

„Nach unserem Kenntnisstand gibt es keine veröffentlichten prospektiven Studien zu mpMRT-Bildgebungsbefunden der Prostata nach FT unter Verwendung einer speziellen halbautomatischen Software zur Bildauswertung. Die meisten anderen Studien bewerten mpMRT-Bilder mithilfe von zwei unabhängigen Gutachtern.“

Beide Behandlungen führten zu einer anfänglichen Zunahme des Prostatavolumens aufgrund einer Schwellung, gefolgt von einer signifikanten Reduktion im Laufe der Zeit:

„Wir stellten fest, dass die Veränderungen des PGV des TV 7 Tage nach der Behandlung am deutlichsten waren, mit signifikanten Vergrößerungen der Prostata und des früheren Tumorvolumens. Ein Jahr nach der FT verringerte sich das PGV im Vergleich zum Ausgangswert um 18,6 % und war signifikant niedriger als das PGV 7 Tage nach der Behandlung. Unsere Ergebnisse stimmen mit anderen Studien überein, die mpMRT nach fokaler Therapie bewertet haben.“

Das Tumorvolumen hat sich bei den meisten Patienten ein Jahr nach der Behandlung signifikant verringert. Die mpMRT-Scans zeigten Veränderungen wie Nekrose (abgestorbenes Gewebe) und Narbenbildung in der Ablationszone. Bei einem Patienten wurde ein Tumorrezidiv in der Rebiopsie festgestellt, welches in der mpMRT als verdächtige Läsion mit Diffusionsrestriktion entdeckt wurde.

mpMRT kann effektiv die Veränderungen nach der Behandlung von Prostatakrebspatienten mit FT überwachen. Es zeigt Potenzial bei der Erkennung von Tumorrezidiven, bedarf jedoch weiterer Validierung durch größere Studien, um die Auswertung der postoperativen Bildgebung zu standardisieren.

 

Lesen Sie die Originalpublikation hier: link.springer.com/article/10.1007/s00345-024-05143-6

 

Olga Solyanik, Maria Apfelbeck, et al. 2024. “Prospective close monitoring of the effect of vascular-targeted photodynamic therapy and high intensity focused ultrasound of localized prostate cancer by multiparametric magnetic resonance imaging.” World Journal of Urology 42.462.

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