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[Translate to German:] Radiologists reviewing oncologic imaging cases during the ESOI–EORTC Workshop on standardized tumor response assessment

ESOI–EORTC Workshop 2026: Erfahrung, Austausch und standardisierte Tumorbeurteilung in der Radiologie

Der ESOI-EORTC Workshop gehört zu den führenden Weiterbildungsformaten für Radiolog:innen, die sich mit der standardisierten Beurteilung von Tumoransprechen beschäftigen.

Auch in diesem Jahr fand der Workshop wieder statt – diesmal in Riga, Lettland, vom 23. bis 25. April.

Die Bewertung des Therapieansprechens ist ein zentraler Bestandteil der Onkologie – sowohl im klinischen Alltag als auch in Studien. Gleichzeitig stellt sie Radiolog:innen vor Herausforderungen:

  • Unterschiedliche Interpretation von Kriterien wie RECIST
  • Variabilität zwischen Leser:innen
  • Zeitaufwendige manuelle Prozesse
  • Steigende Anforderungen durch klinische Studien 

Der Workshop setzt genau hier an: Er schafft ein Umfeld, in dem Wissen, Praxis und Standardisierung zusammenkommen.

Lernen aus der Praxis: Hands-on statt Theorie

Der ESOI–EORTC Workshop ist kein klassisches Vortragsevent. Stattdessen erleben Teilnehmende:

  • Interaktive Fallstudien mit realen onkologischen Bilddaten
  • Hands-on Sessions, in denen Tumoransprechen direkt bewertet wird
  • Diskussionen mit Expert:innen aus Radiologie und klinischer Forschung
  • Ein tiefes Verständnis für RECIST 1.1 und darüber hinausgehende Kriterien 

Das Ziel: Radiolog:innen sollen nicht nur verstehen, sondern sicher und konsistent anwenden können.

“Der ESOI-EORTC Workshop ist wirklich eine Bereicherung für die Ausbildung in den RECIST-Kriterien. Es ist eine Möglichkeit, wirklich hands-on Fälle zu prüfen und auch mit den Teilnehmenden durchzugehen. Es ergeben sich dann auch viele Fragen in der konkreten Anwendung der RECIST-Kriterien [...] aber dafür ist die Interaktion mit den Teilnehmenden - für die sehr viele Raum geboten wird in dem Workshop - sehr wichtig.” (Prof. Dr. Wolfgang Kunz, Organisator)

Einheitliche Bewertung – europaweit und darüber hinaus

Ein zentrales Thema, das sich durch alle Workshop-Erfahrungen zieht, ist die Bedeutung von Standardisierung: Vergleichbarkeit von Befunden über Standorte hinweg, höhere Qualität in klinischen Studien und reproduzierbare Ergebnisse für Forschung und Therapieentscheidungen 

Die Workshops zeigen eindrücklich: Standardisierte Prozesse sind die Grundlage für valide medizinische Entscheidungen.

“Der Hauptzweck dieser Workshops besteht darin, die einheitliche Anwendung und Interpretation der Kriterien in ganz Europa und darüber hinaus zu fördern und die gesamte radiologische Gemeinschaft, die sich mit onkologischer Bildgebung befasst, auf das erwartete Qualitätsniveau zu bringen.” (Prof. Dr. Laure Fournier, Organisatorin)

Stimmen aus dem Workshop: Was Teilnehmende mitnehmen

Teilnehmende berichten immer wieder von drei zentralen Mehrwerten:

  1. Sicherheit in der Anwendung von Response-Kriterien
    Durch praktische Übungen wird aus Theorie echte Routine.
  2. Austausch auf Augenhöhe
    Der direkte Dialog mit internationalen Expert:innen ermöglicht neue Perspektiven.
  3. Relevanz für den Alltag
    Die Inhalte lassen sich unmittelbar in die klinische Praxis und Studienarbeit übertragen.

“Wir hatten nicht nur die Möglichkeit, an leichteren, unkomplizierten Fällen zu üben, sondern wurden auch mit anspruchsvollen, komplexen Fällen konfrontiert. Besonders gut gefallen haben mir die Beurteilungen „jenseits von RECIST“ mit modifizierten Immunreaktions- und Lugano-Auswertungen. Die Beispiele waren sehr anschaulich, was beim Festigen der Konzepte geholfen hat. Von grundlegenden Konzepten wie den „RECIST-Regeln“ bzw. -Kriterien bis hin zum Wie des Messens und zur Läsionsauswahl wurde alles gut vermittelt.” (Dr. Liam Lorentz, ehemaliger Teilnehmer)

mint Lesion im Workshop: Technologie trifft klinische Expertise

Ein wiederkehrendes Element der Workshops ist der Einsatz von mint Lesion – einer Softwarelösung für strukturierte Befundung und standardisierte Auswertung.

Die Plattform unterstützt Radiolog:innen dabei:

  • Therapieansprechen strukturiert zu dokumentieren
  • RECIST-konforme Auswertungen effizient durchzuführen
  • Bild- und klinische Daten integriert zu analysieren
  • Studienanforderungen konsistent umzusetzen

“Schon nach der ersten praktischen Sitzung / dem Workshop war ich mit dem Großteil der Funktionalitäten vertraut. Bereits bis zum Mittag konnte ich die erforderlichen Auswertungen sicher durchführen. Die Tipps, Tricks und Tastenkombinationen, die ich beim Üben der Fälle gelernt habe, waren leicht zu erlernen und gut anzuwenden. Für die Läsionsauswertung und den Follow-up-Vergleich war die Software intuitiv und robust.” (Dr. Liam Lorentz, ehemaliger Teilnehmer)

Von der Schulung zur klinischen Studie

Ein wesentliches Ziel des ESOI–EORTC Workshops ist die Vorbereitung auf die Arbeit in klinischen Studien.

Teilnehmende haben die Möglichkeit:

  • Ein RECIST 1.1 Zertifikat zu erwerben
  • Als independent imaging reviewer tätig zu werden
  • Aktiv an internationalen Studien mitzuwirken  

Damit schlägt der Workshop die Brücke zwischen Weiterbildung und realer Anwendung in der Forschung.

“Dieser Kurs richtet sich an Radiolog:innen, die bereits über Grundkenntnisse der Response-Kriterien verfügen, sich in deren Anwendung jedoch noch nicht ganz sicher fühlen und ihr Wissen vertiefen möchten, um mehr Sicherheit zu gewinnen – sowie an diejenigen, die eine führende Rolle in klinischen Studien anstreben.” (Dr. Melvin D’Anastasi, Organisator)

Warum diese Workshops relevant bleiben?

Die Anforderungen an Radiolog:innen steigen kontinuierlich: Mehr Studien, komplexere Therapien, wachsende Datenmengen. Workshops wie dieser leisten einen entscheidenden Beitrag, um Qualität zu sichern, Standards zu etablieren und Technologie sinnvoll zu integrieren.

Fazit: Ein Workshop, der Radiologie verändert

Der ESOI–EORTC Workshop ist mehr als eine Fortbildung.
Er ist ein Ort, an dem Wissen praktisch angewendet wird, Standards gemeinsam entwickelt werden und Radiologie und Forschung enger zusammenwachsen.

Für Radiolog:innen, die in der Onkologie oder klinischen Forschung tätig sind, ist er ein zentraler Baustein für die Zukunft.

Für uns bei Mint Medical war dieser Workshop erneut eine großartige Erfahrung. Wir bedanken uns herzlich bei den Organisierenden G. Cappello (Turin, IT), M. D’Anastasi (Msida, MT), L. Fournier (Paris, FR) und W. Kunz (München, DE). Wir freuen uns bereits darauf, diese herausragende Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder zu unterstützen.

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