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Erfahrungs­bericht von Dr. Stephen Raskin, Sheba Medical Center in Tel Aviv

Ich nutze mint Lesion nun seit 3 Monaten und will mir ein „Studienleben“ ohne Mint gar nicht mehr vorstellen.

 

Bei der Therapiebeurteilung innerhalb klinischer Studien müssen eine Vielzahl von Details berücksichtigt werden, die sich substanziell von der Routinebefundung unterscheiden. Diese Details erfordern Konsistenz, Reproduzierbarkeit, Maschinenlesbarkeit der generierten Informationen, Übersetzung dieser Informationen in unterschiedliche Formate, Kommunikation und Präsentation der Ergebnisse. mint Lesion meistert alle diese Anforderungen mit einem minimalen Aufwand des Radiologen.

 

Die Benutzerfreundlichkeit ist die erste natürliche Hürde bei neuen Softwareprogrammen, aber es wird schnell klar, dass jeder Aufgabenschritt sehr intuitiv unterstützt wird. Bei der Baseline-Befundung kann der Radiologe sehr einfach die relevanten Serien betrachten, Messungen durchführen und die gemessenen Läsionen in die RECIST-relevanten Kategorien „Target“ und „Non-Target“ einsortieren. Zusätzlich wird er über Organgrafiken gebeten, die Lokalisation der Läsionen zu konkretisieren, wodurch automatisch auch die Benennungen der Läsionen angepasst werden.

 

Bei den Follow-up-Untersuchungen werden die relevanten Bilddaten automatisch aus dem PACS vorgeladen und die unterschiedlichen Zeitpunkte über drei Ebenen direkt synchronisiert: 1. Bei jeder Läsion wird automatisch die Serie angezeigt, auf der in der Baseline die Messung getätigt wurde; 2. Mint synchronisiert die Bilddaten zusätzlich so intelligent, dass der Radiologe direkt schon bei der Schicht landet, auf der die Läsion im Follow-up-Zeitpunkt vermutet wird; und 3. Es ist automatisch das Messinstrument vorausgewählt, mit dem auch die Messung in der Baseline vorgenommen wurde.

 

Während der Befundung achtet Mint zusätzlich darauf, dass alle Konformitäten zu dem Studienprotokoll eingehalten werden; falls das einmal nicht der Fall ist, erscheint in der Anwendung ein Hinweis, den der Radiologe sofort berücksichtigen kann.

 

Durch die Befundfreigabe wird in Mint automatisch ein Befundbericht erstellt, der nicht nur die radiologischen Messungen übersichtlich darstellt, sondern auch die komplexe Mathematik der Kriterien berücksichtigt und automatisch mit unterstützenden Grafiken und Screenshots der Messungen die Timepoint-Response ausgibt. Der Radiologe kann sich somit auf das Messen der Läsionen konzentrieren, alles andere wird durch die Software übernommen.

 

Besonders begeistert hat mich auch das Feature zum Klonen der Cases. Hat man einen Patienten z.B. über 5 Zeitpunkte mit RECIST 1.1 beurteilt, kann man mit einem einzigen Mausklick diesen Fall auch unter jedem anderen Kriterium wie z.B. iRECIST betrachten. Man wechselt quasi nur die Perspektive, wie man auf den Patientenfall schaut, die dafür benötigten Messungen bleiben unverändert.

 

Neben den laufenden klinischen Studien haben mich unsere Kliniker jetzt auch gebeten, einige retrospektive Studien für neue Therapieansätze in Mint zu beurteilen, was sehr einfach umzusetzen ist. Mint-Auswertungen sind deshalb mehr und mehr Teil der Publikationen, die von den Kollegen auf Konferenzen vorgestellt werden.

 

Zusammenfassend bin ich von der Softwarelösung sehr beeindruckt und kann sie nur enthusiastisch an Radiologen weiterempfehlen, die für die Beurteilung onkologischer Patienten verantwortlich sind.

 

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