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Lungenkrebs-Screening in Deutschland – Ein Wendepunkt für die Früherkennung

Kaum ein Thema bewegt die Radiologie aktuell so sehr wie das Lungenkrebs-Screening. 2026 wird es voraussichtlich in Deutschland flächendeckend eingeführt – ein Meilenstein für die Prävention, aber auch eine Herausforderung für die klinische Praxis.

Kaum ein Thema bewegt die Radiologie aktuell so sehr wie das Lungenkrebs-Screening. 2026 wird es voraussichtlich in Deutschland flächendeckend eingeführt – ein Meilenstein für die Prävention, aber auch eine Herausforderung für die klinische Praxis.

Lungenkrebs bleibt weltweit eine der häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen [1]; eine frühzeitige Diagnose ist daher entscheidend, um die Überlebensraten zu verbessern. Die offizielle Einführung eines nationalen Lungenkrebs-Screening-Programms für Risikopatient:innen wäre ein Wendepunkt für die Früherkennung. Aber was bedeutet das für das Gesundheitssystem und insbesondere für die Radiologie?

Lungenkrebs-Screening in Deutschland

Am 18. Juni 2025 traf der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine wichtige Entscheidung, ein Lungenkrebs-Screening-Programm für starke Raucher und Raucherinnen im Alter von 50 bis 75 Jahren einzuführen. Diese Entscheidung basiert auf der neuen LuFrühErkV-Verordnung.

Die wichtigsten Infos zum Lungenkrebs-Screening-Programm:

  1. Zielgruppe: Aktive und ehemalige Raucher (50–75 Jahre alt)
  2. Methode: Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT)
  3. Teilnahmeberechtigung: Versicherte, die mind. 25 Jahre geraucht haben (Zigarettenkonsum muss noch andauern oder weniger als 10 Jahre zurückliegen)
  4. Prozess: Strukturierte Eignungsprüfungen, standardisierte Bildgebung und – falls Befund abklärungsbedürftig – doppelte Auswertung
  5. Einführung: Geplant für April 2026, nach der endgültigen Genehmigung durch das Bundesministerium für Gesundheit

Diese Initiative stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Früherkennung von Lungenkrebs in Deutschland dar [2] und bietet eine wichtige Gelegenheit, Radiolog:innen mit hochwertigen Lösungen zu unterstützen.

Wie wird sich das Lungenkrebs-Screening auf Radiolog:innen auswirken?

Durch das neue Lungenkrebs-Screening-Programm wird die zentrale Rolle der Radiolog:innen weiter gestärkt [3] – nicht nur bei der frühzeitigen Erkennung von Lungenkarzinomen, sondern auch bei der standardisierten Befundung, Risikobewertung und Nachsorge.

Die Anforderungen an die Radiologie steigen deutlich, zum Beispiel durch notwendige Weiterqualifikation von Ärzt:innen: spezielle Fortbildungen und Zertifizierungen werden im Rahmen des Lungenkrebs-Screenings verpflichtend [4]. Zudem ist mit einem erhöhten Arbeitsaufkommen und Zeitdruck zu rechnen [5] – verursacht durch eine wachsende Zahl an CT-Untersuchungen und der Notwendigkeit zur standardisierten Verlaufsbeurteilung über mehrere Jahre hinweg. Besonders herausfordernd wird auch die kontinuierliche Integration neuer oder aktualisierter Leitlinien (z. B. ESTI oder Lung-RADS) in den klinischen Alltag.

Wie Mint Medical Sie unterstützen kann

Innovative Lösungen wie mint Lesion von Mint Medical können Radiolog:innen dabei maßgeblich unterstützen, diese Herausforderungen zu meistern, indem sie:

  • Die Erkennung von Lungenknoten automatisieren
  • Standardisierte, strukturierte Befundung bieten, die mit aufkommenden Leitlinien übereinstimmt
  • In bestehende Arbeitsabläufe integriert werden
  • Follow-up-Management durch KI-unterstützte Erkenntnisse ermöglichen

Unsere Rolle in der Zukunft der Lungenkrebs-Früherkennung

Bei Mint Medical wissen wir, dass die Zukunft des Lungenkrebs-Screenings nicht nur in der Erkennung liegt, sondern auch in der effizienten Verwaltung von Patientendaten. mint Lesion wurde entwickelt, um radiologische Arbeitsabläufe zu unterstützen, indem es sowohl die KI-basierte Erkennung als auch die leitlinienbasierte Verwaltung unterstützt – zwei Schlüsselkomponenten für die erfolgreiche Umsetzung des Lungenkrebs-Screenings.

Ihre Vorteile mit mint Lesion im Lungenknotenmanagement

  • KI-gestützte Erkennung von Lungenknoten
    Frühzeitige und präzise Identifikation durch ADVANCE Chest CT von contextflow, einer führenden KI-Lösung für CT-Analysen der Lunge. Erkannte Knoten erscheinen direkt als vorläufige KI-Funde und können mit nur einem Klick bestätigt werden. Radiolog:innen können die KI-Segmentierung bei Bedarf direkt im Bild anpassen.
  • Strukturierte und standardisierte Befundung
    Die vollständige Befundung erfolgt innerhalb der Plattform – für konsistente, strukturierte Berichte.
  • Integration in bestehende Workflows
    mint Lesion ist in bestehende Radiologie-Prozesse integrierbar
  • Tool zur Unterstützung klinischer Entscheidungen im Lungenknoten-Management
    mint Lesion unterstützt Radiolog:innen dabei, präzise und leitlinienkonforme Diagnosen zu stellen und fundierte Therapieentscheidungen zu treffen.
  • Automatisierte Risikobewertung und Leitlinienkonformität
    Lungenknoten-Management-Empfehlungen werden automatisch gemäß nationalen oder institutionellen Vorgaben ermittelt. Standards wie Lung-RADS, die Verdopplungszeit des Volumens (VDT) und das Brock-Modell zur Krebsrisikobewertung sind integriert – und Updates werden zeitnah ergänzt, sodass Sie stets im Einklang mit den aktuellen Standards arbeiten.

Die Bedeutung der frühen Lungenkrebsdiagnose

Mit der geplanten Einführung des Programms im Jahr 2026 sieht die Zukunft des Lungenkrebs-Screenings in Deutschland vielversprechend aus. Wir beobachten die weiteren Entwicklungen genau und sind bestrebt, mint Lesion an die neuesten Leitlinien und Best Practices anzupassen. Unser Ziel ist es, weiterhin innovative Lösungen zu liefern, die Radiolog:innen dabei unterstützen, genaue, zeitgerechte und umfassende Patientenversorgung zu gewährleisten.

Kontaktieren Sie uns für eine Live-Demo von mint Lesion oder um herauszufinden, wie wir Ihnen helfen können, diese neue Ära zu navigieren.

Quellen

[1] World Health Organization. 2025. „Cancer.“ World Health Organization, 03.02.2025. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cancer.

[2] Federal Joint Committee. 2025. „Lungenkrebs-Früherkennung bei starken Raucherinnen und Rauchern wird voraussichtlich ab April 2026 Kassenleistung.“ Gemeinsamer Bundesausschuss, 18.06.2025. https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1263/#:~:text=Das%20Screening%2D%E2%80%8BAngebot%20kann,und%20auch%20die%20Versicherteninformation%20vorliegt.

[3] Snoeckx, Annemiek, Franck, Caro, Silva, Mario et al. 2021. “The radiologist’s role in lung cancer screening.” Translational Lung Cancer Research 10.5: 2356-2367. http://dx.doi.org/10.21037/tlcr-20-924.

[4] Aunt Minnie Europe. 2025. „Lung cancer screening receives green light in Germany.” Aunt Minnie, 23.06.2025. https://www.auntminnieeurope.com/clinical-news/ct/news/15749108/lung-cancer-screening-receives-green-light-in-germany.

[5] Harder, Jan Niklas and Maßberg, Joachim Felix. 2022. „Acceptance of AI technology for lung cancer screening diagnosis.” Department of Informatics, Lund School of Economics and Management, Lund University. https://lup.lub.lu.se/luur/download?func=downloadFile&recordOId=9081588&fileOId=9081592

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