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Von PCWG3 zu PCWG4: Sich entwickelnde Standards in klinischen Studien zum Prostatakarzinom

Die Prostate Cancer Working Group 4 (PCWG4) aktualisiert und erweitert die Empfehlungen der PCWG3, um einen patientenzentrierten Ansatz, das Aufkommen fortschrittlicher Bildgebungstechnologien und die Notwendigkeit der seriellen biologischen Profilerstellung in einer sich wandelnden Therapielandschaft abzubilden. 

 

Zentrale Änderungen in der PCWG4 

 

1. Überarbeitete Nomenklatur und Krankheitsmodellierung  

Die PCWG4 vollzieht den Übergang von traditionellen Modellen des „klinischen Stadiums“ zu einem therapeutischen Indikationsmodell. Dies beinhaltet den Ersatz von Begriffen wie „kastrationsresistent“ (CRPC) durch eine Terminologie, die sich auf die Androgen-Pathway-Modulation (APM) konzentriert. 

  • APM-naiv (APMN)
  • APM-resistent (APMR)
  • APM-sensitiv (APMS) 

2. Integration der PSMA-PET-Bildgebung  

Während CT und Knochenszintigraphie weiterhin der Standard für Progressionskriterien bleiben, bezieht die PCWG4 formal die PSMA-PET für das Staging und die Beurteilung der Krankheitsausbreitung ein. Die PCWG4-Arbeitsgruppe legt fest, dass eine PET-basierte Progression durch neue Läsionen und nicht durch Veränderungen des SUV (Standardized Uptake Value) definiert werden sollte. 

3. Aktualisierte Progressionsregeln für die Knochenszintigraphie  

Um die Identifizierung einer schnell fortschreitenden Erkrankung zu unterstützen, führt die PCWG4 die „≥ 6 Läsionen“-Regel ein. 

  • Wenn ein Restaging-Scan sechs (6) oder mehr neue Knochenläsionen im Vergleich zum ersten Scan unter Behandlung identifiziert, ist kein Bestätigungsscan mehr erforderlich.
  • Bei fünf oder weniger neuen Läsionen gelten die Bestätigungsregeln der PCWG3. 

4. Serielle biologische Profilerstellung und Patientenzentrierung  

Die PCWG4 rät zur dynamischen Charakterisierung durch metastatische oder Flüssigbiopsien (Liquid Biopsies) zu Beginn der Therapie und bei Progression, um die Linienplastizität und therapeutisch angehbare Veränderungen (actionable alterations) zu erfassen. Darüber hinaus konzentriert sich die Aktualisierung auf patientenberichtete Endpunkte (Patient-Reported Outcomes, PROs) und die Erhöhung der Diversität bei der Rekrutierung für klinische Studien. 

5. Frühere Krankheitsstadien 

Die Leitlinien weiten die Empfehlungen auf frühere Krankheitsstadien aus, einschließlich APM-naiver/sensitiver Erkrankungen und Situationen, in denen die Erkrankung nur durch PET nachweisbar ist (nicht-metastasierte oder reine PET-Settings).

 

Für weitere Details und das vollständige Framework verweisen wir auf die Originalpublikation: 1DOI: 10.1200/JCO-25-02834

1 Andrew J. Armstrong et al. Trial Design and Objectives for Patients With Prostate Cancer: Recommendations From the Prostate Cancer Working Group 4. J Clin Oncol (2026)

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