Forschung

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Kooperation mit dem DKFZ

Mint Medical unterhält eine enge Kollaboration mit der Abteilung Medizinische und Biologische Informatik (MBI) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.

 

Das Ziel der Abteilung MBI ist es, Diagnosemethoden und Therapieplanungen zu verbessern, die auf bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie, der Magnetresonanztomografie oder dem Ultraschall beruhen. Zu diesem Zweck werden die zweidimensionalen Bilder in interaktive drei- oder vierdimensionale Visualisierungen übersetzt.

 

Im Fokus  der Forschungsarbeit stehen derzeit die Operationsplanung für die Leberchirurgie und die Entwicklung zuverlässiger Diagnosemethoden für Herzerkrankungen. Dabei wird eng mit Heidelberger Universitätskliniken und mit ingenieurswissenschaftlichen Instituten zusammen gearbeitet.

 

Um verschiedene Bildverarbeitungs-Software einfacher in die klinische Anwendung zu integrieren, werden spezielle Kommunikationsschnittstellen und Anwendungen für die Telemedizin entwickelt.

 

Eine weitere Projektgruppe der Abteilung MBI entwickelt computergestützte Simulationsverfahren, um Wachstum und Differenzierung von Zellen – z. B. bei der Organentwicklung – darzustellen.

Forschung mit MITK

MITK (Medical Imaging Interaction Toolkit) ist eine kostenlose Open-Source Software-Plattform (FOSS) für die Analyse medizinischer Bilddaten. MITK zielt darauf ab, eine wertvolle Unterstützung für die effiziente Entwicklung von Softwareanwendungen und -methoden für die Bearbeitung medizinischer Bilddaten zu gewähren.

 

Das breite Spektrum der MITK-Anwendungen reicht von der Implementierung und Evaluation spezifischer Forschungsarbeiten – wie z. B. Algorithmen – bis hin zu der Entwicklung ganzer Lösungen für klinische Studien oder zur kommerziellen Nutzung.

 

MITK beschränkt sich nicht auf Aufgaben der Bildbearbeitung für die medizinische Diagnostik, es kann auch für die Erstellung einer Therapieplanung oder für die bildunterstützte Therapie genutzt werden.

 

Um den Anforderungen dafür gerecht zu werden, kann MITK auf drei Ebenen genutzt werden:

 

Auf der Toolkit-Ebene, fügt MITK der de-facto-Standards Insight Toolkit (ITK) und Visualization Toolkit (VTK) Applikations- und Interaktionskomponenten hinzu, wie beispielweise ein zentrales Data Repository, dessen synchronisiertes 2D und 3D Rendering,  interaktive Bearbeitung der Bilddaten und nützliche GUI-Komponente.

 

Auf der Ebene des Applikationen-Frameworks bietet MITK eine auf das C++ Komponenten-Framework openCherry basierende Infrastruktur für End-User-Applikationen. Dieses Applikationen-Framework kann nach Ihren speziellen Anforderungen konfiguriert und mit Plug-Ins auf allen Ebenen erweitert werden.

 

Auf der Applikation-Ebene wird MITK mit der Applikation MITK 3M3 angeboten, die es den medizinischen End-Usern erlaubt, herkömmliche Bildverarbeitungs-Aufgaben, wie z. B. die Visualisierung von 3D und 3D+t Bilddaten, starre und elastische Bildfusionen (Registrierung) oder eine interaktive Segmentierung der Organe durchzuführen.

 

MITK wird von Entwicklern und Forschern von Mint Medical und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) aus Heidelberg kontinuierlich weiterentwickelt. MITK und MITK-basierte Applikationen werden weltweit von Industrieunternehmen, von klinischen und technischen Forschungsgruppen und von Ärzten genutzt. Das MITK-Team unterstützt die Nutzer der MITK-Plattform und -Applikationen in der Verbesserung der Software. Dafür wurden eine öffentliche Mailingliste und ein offenes Bugtracking-System eingerichtet und ein immer aktueller Überblick über den Integrationsprozess veröffentlicht.