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Mint Medical stellt mint Lesion 3.5 auf der RSNA 2018 vor

Die strukturierte Befundung in der Radiologie kann einen neuen Standard in Bezug auf Qualität, Vollständigkeit und Optik von radiologischen Befundberichten setzen. Die mittels strukturierter Befundung gesammelten Daten bieten zudem eine optimale Quelle für Forschung, KI-basiertes Lernen und evidenzbasierte klinische Entscheidungshilfen.

 

Der bisherige Ansatz sah eine Trennung des radiologischen Image-Viewers, der Reporting-Software, der zu verwendenden Befundungskriterien und weiterer Kontextinformationen vor. In mint LesionTM 3.5 integrieren wir die Bildbefundung in unseren eigenen KI-basierten Workflow-Engine, der eine erleichterte Erhebung strukturierter Daten direkt auf dem radiologischen Bild ermöglicht. Die eigentliche Erfassung aller pathologischen und weiteren kritischen Findings erfolgt automatisch und ist nahtlos an das jeweilige Reporting-System gekoppelt. mint LesionTM 3.5 enthält weiterhin eine Spracherkennungskomponente mit einer Technologie, die Sprache direkt zu strukturierten Daten umwandelt, sodass die Interaktion und die Klassifikation von Findings einfacher denn je wird.

 

Daten können nur dann bestmöglich genutzt werden, wenn sie richtig weiterverarbeitet und intelligent interpretiert werden. In mint LesionTM 3.5 haben wir vollständig neu designt, wie komplexe klinische Befundleitlinien und Kriterien für klinische Studien mit strukturierten Befundungstemplates Hand in Hand gehen. Es ist nicht nur einfacher denn je, neue Leitlinien in mint LesionTM zu modellieren; die zugrundeliegende künstliche Intelligenz vervollständigt Dateneingaben nun auch automatisch, zieht Schlüsse und leitet den Anwender durch weniger offensichtliche, aber entscheidende Befundfragestellungen. Die mint ReadAssist® Technologie macht KI-basierte Ergebnisse transparent und reproduzierbar.

 

Wir verstehen die Bedürfnisse der Nutzer nach strukturierter Befundung in der Radiologie, die eine Standardisierung ermöglicht, aber auch in der Lage ist, auf die besonderen Anforderungen einzelner Zuweiser oder spezieller klinischer Forschungsprojekte einzugehen. Daher wird es in mint LesionTM 3.5 einen intuitiven integrierten Template Editor geben, der es dem Nutzer ermöglicht, bestehende Templates zu personalisieren sowie Templates mit anderen Anwendern in der klinischen Routine oder klinischen Forschung zu teilen und auszutauschen. So bündeln Sie Ihre Ressourcen optimal und stellen standardisierte Prozesse und Daten sicher, wenn Sie die Grundlagen für die Radiologie von morgen legen.

 

Annotationen und Messungen, die mit einem konventionellen Image-Viewer vorgenommen wurden, gehen oftmals verloren und sind in der Regel nicht so im PACS organisiert, dass sie einen breiteren diagnostischen Kontext oder Therapieverlauf widerspiegeln. Wir betrachten jede eingezeichnete Umrandung auf einem radiologischen Bild als Datenelement von entscheidender Bedeutung. Dem wird in mint LesionTM 3.5 mit einem neuen Radiomics Engine Rechnung getragen, welcher Daten in nie dagewesenem Umfang erhebt. Dieser kann unbemerkt im Hintergrund laufen und automatisch Statistiken erster, zweiter und höherer Ordnung für jede 2D-ROI- oder Volumetriemessung erheben; alternativ ist ein direktes Eintauchen in die Radiomics-Daten innerhalb der mint LesionTM Nutzeroberfläche oder über unser webbasiertes mint AnalyticsTM Modul möglich. Letzteres ermöglicht eine visuelle, intuitive Erkundung der gesammelten Daten.

 

Radiomics-Daten werden durch die strukturierte Befundung mit mint LesionTM in einen breiteren Zusammenhang gestellt, und wir bei Mint Medical streben fortwährend danach, unsere technologische Führung in diesem Bereich auszuweiten. Im Laufe der Jahre sind wir durch die fortlaufende Weiterentwicklung von Befundungstemplates in mint LesionTM in der Lage, die umfassendsten und detailliertesten Datenmodelle in der onkologischen Radiologie zu liefern. Mit mint LesionTM 3.5 aktualisieren wir existierende Befundprofile und führen einige neue ein. Alle Befundprofile sind auf der Grundlage etablierter Lexika und Ontologien wie RadLex® implementiert. Zu den Verbesserungen der Befundprofile zählen:

 

 

Neue Befundprofile in mint Lesion 3.4.4 und mint Lesion 3.5

 

Screening and Staging:

 

  • Ösophagus-/Magenkarzinom (TNM 8)
  • Urologische Tumoren (TNM 8)
  • Zervix-/Endometriumkarzinom (TNM 8 und FIGO)
  • Mundhöhle, Lippe und optimierte Profile für Larynx-/Pharynxkarzinom (TNM 8)
  • Rektumkarzinom (ESGAR-Guidelines)
  • Lungenkrebs-Screening nach ACR® Lung-RADS und Fleischner-Society-Leitlinie
  • HCC-Überwachung nach ACR® LI-RADS
  • Multiples Myelom
  • Optimierte Profile für pädiatrisches Tumorstaging und Verlaufskontrolle: Neuroblastom, Nephroblastom, PRETEXT/POSTEXT, Rhabdomyosarkom
  • Knochenläsionen beim Prostatakarzinom nach MET-RADS-P

 

 

Therapieverlaufskontrolle:

 

  • imRECIST (Immuntherapie)
  • RANO-BM (Hirnmetastasen)
  • LYRIC (Lymphomimmuntherapie)
  • RECIL 2017 (Lymphom)
  • PERCIST (PET-Bildgebung)
  • PCWG3 (Prostatakarzinom) für Knochenmetastasen
  • iwCLL-Kriterien für Chronische Lymphatische Leukämie (Hallek)

 

 

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